Tourististan

Ein Hotel hat eine Idee: So geht das auch mit Facebook, Twitter usw

Katie Lance aus Kalifornien hat in den letzten Monaten eine Menge Zeit in Hotels verbracht. Als Social Media Director bei Inman News, einem Fachinformationsdienst für die Immobilienwirtschaft, ist sie häufig auf Achse. Hotels können sie meist weder überraschen noch erschrecken, Katie hat da schon genügend Erfahrungen gemacht.

Dann kam sie zu einem Roadshow-Event ins Westin Bayshore nach Vancouver, und was sie dort erlebte, hat sie schlicht begeistert: einen, sagen wir, mächtig kreativen Umgang mit Facebook, Twitter und ein wenig Augmented Reality.

Schon vor dem Meeting bemerkte Katie erfreut, dass das Hotel ihr nicht nur auf Twitter folgte, sondern das Treffen selbst über den Kurznachrichtendienst promotete. Schon mal eine schöne, freundliche Geste.

Dann kam sie auf ihr Zimmer. Dort erwartete sie eine Aufmerksamkeit der besonderen Art:

Drei Cookies mit den Symbolen von Facebook, Twitter und einem QR Code (Quick Response Code, eine Art Barcode, wie ihn zum Beispiel auch die Bahn auf ihren Onlinetickets nutzt).

Katie scannte mit ihrem iPhone den QR Code ein und auf ihrem Telefondisplay erschien eine persönliche Begrüßung: A warm social welcome und die Einladung, sich bei Facebook und Twitter mit dem Hotel zu verknüpfen.

Katie: „I was impressed“.

Aber nun geht die Geschichte eigentlich erst richtig los. Solch eine Aufmerksamkeit des Hauses hatte nicht nur sie, sondern das ganze Dutzend Speaker des Roadshow-Events bekommen. Ein Dutzend Top-Leute aus der Info- und News-Branche, alle in Social Media aktiv, technikaffin – Kommunikationsprofis.

Leute, die zum Beispiel bei Twitter zusammen über mehr als 30.000 Follower verfügen. Und die erfuhren jetzt alle von der cleveren und kreativen Aktion des Westin Bayshore in Vancouver. Und es wurde weiter kommentiert und retweetet.

Und was lernen wir daraus? Katie Lance empfiehlt: Mit Spaß und guten Ideen erreicht man über Facebook und Twitter eine Wirkung, für die man in der klassischen Werbung eine Menge Geld hinlegen müsste – und erst noch um Glaubwürdigkeit zu kämpfen hätte. Leute, richtet nicht nur Facebook- und Twitter-Accounts ein – kommuniziert!

In den Staaten dürften jetzt ziemlich viele Leute aus der Immbilienbranche wissen, was für ein cooles Hotel des Westin Bayshore in Vancouver doch ist. Mission accomplished.



7 Kommentare zu “Ein Hotel hat eine Idee: So geht das auch mit Facebook, Twitter usw

  1. Silke Liebig-Braunholz

    Wirklich wunderbar, diese Geschichte. Ich habe soetwas in klitzekleiner Form schon einmal mit StenaLine erlebt. Ich hatte getwittert, dass ich mit StenaLine bald nach Göteborg fahre und sofort folgte mir das Unternehmen. In der ausgereiften Form wie dieser hier, ist es mir allerdings noch nicht begegnet.

  2. Pingback: allfacebook.de | Hotels und Social Media, Zuckerberg und Google+, Videochat Designer, Sheryl Sandbar, Parties… – Kurzmitteilungen 46

  3. Grau-Wolf

    Sehr gutes Virales Marketing + Social Media! Dazu ist nichts mehr zu sagen als Top.

    Aber was auf jeden Fall sehr im kommen ist, sind die QR-Codes.

    Das ist ein Bereich, der sich sehr schnell verbreiten wird. Eine Sehr gute Form um Offline + Online zu vernetzten, wenn man sich anschaut, wie viele Smartphones über die Ladentheke gehen.

  4. Tanja

    Eine wirklich tolle Idee. In Sachen Social Media sollte man auf alle Fälle mit Herz dabei sein, dann klappt es auch mit dem Feedback und im besten Fall (wie gesehen) natürlich auch mit dem viralen Effekt. Interessant ist die Idee mit den QR-Codes, hier sollte man wirklich mal genauer hinschauen, wie man so etwas zukünftig wirklich wirkungsvoll ins Marketing-Geschehen einbauen kann.

  5. Pingback: Ein Willkommensgruß aus der Backstube « Webweisend Blog

  6. Pingback: Visuelle PR – Die Macht der Bilder · Beobachtungen aus KW 24/2011

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>