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Korsika, eine Recherchereise: Mon Dieu, hab ich alles?

Gefühlt ist es die 347. Recherchereise, aber am Vorabend des Abflugs fängt die gleiche Frage an in meinem Kopf herum zu kreisen wie immer: Hab ich alles? Gefühlt habe ich dann 98 Prozent zusammen. Liste durchgegangen, abgehakt, gepackt. Doch der Rest ist das was nervt, wenn du es vergisst. Der Kleinscheiß. Das, was du in Seitentaschen stopfst oder was irgendwie noch ins Handgepäck muss, nachdem dieses schon wieder mal dreifach so voll ist wie beabsichtigt.

Also, was vergesse ich mit Vorliebe?

Visitenkarten? Visitenkarten – ha, schon in der Tasche.

Batterien, vor allem die kleinen für den Kopfhörer!

Adapter. Wo ist der blöde Adapter? Was haben die überhaupt für Steckdosen dort auf der Insel? Quatsch, Adapter gibts auf dem Flughafen. Apothekenpreise dort, doch was soll’s. Naa-hii. Da isser ja. Wer hat ihn in diese Grabbelkiste geworfen, in der er nichts verloren hat? Du selber?

Taschenlampe. Hast du jemals gebraucht? Schleppst du immer mit, die kleine MagLite und packst sie nach der Reise unbenutzt wieder aus. Trotzdem. Wiegt ja nix und nimmt keinen Platz weg.

Guides, Bücher, Straßenkarte: klar. Apps: klar.Was war mit den Kamera-Akkus? Da liegen sie. Und das Ladeteil?

Das Ladeteil. Jetzt ist der Moment da, wo etwas nicht stimmt. Das Ladeteil hängt IMMER an der Steckdose unterm Schreibtisch, an dem auch der Drucker und der Mac angeschlosssen sind. Nur ist es nicht da. War da nicht was? Hattest Eine dieser genialen Adhoc-Eingebungen, als du von der letzten Reise zurückgekehrt bist? So in der Art: Man könnte das Ladegerät doch mal woanders ablegen. An einer garantiert praktischen Stelle. Wo ich es blind wieder finde.

Ok, und drei Wochen später ist es: WEG. Nicht zu finden. Nicht im Zimmer, nicht in der Wohnung, nicht in Koffern oder Rucksäcken oder Umhängetaschen. Oder oder. Weg, verschwunden, pulversisiert. Ist es natürlich nicht. Hält sich irgendwo versteckt. Schaut mir zu, wie ich alles aufziehe, durchwühle, auf den Kopf stelle. Und lacht sich schlapp.

Und nun? Wirst du die sieben Stunden in Paris zwischen Ankunft auf CDG und Weiterflug in Orly damit verbringen, ein Ladeteil zu besorgen. Da kommt schon mal keine Langeweile auf.

Sonst? Voilà.

Digitales Handwerkszeug.

:-)

 

Analoges Handwerkszeug.

 

Demnächst mehr. Hier, per Instagram und was sich sonst noch so ergibt. Wer Infos über Korsika hat oder Fragen oder den absolut supergeheimen Geheimtipp: alle Kanäle stehen euch offen. Facebook, Twitter und hier die Kommentare. Merci. A bientot.

 

 

 

 

2 Kommentare zu “Korsika, eine Recherchereise: Mon Dieu, hab ich alles?

  1. Stefan

    ach ja…das ewige packen. bei mir geht das schon immer ganz automatisch. ich brauche dazu keine 30 minuten. allerdings kommt es darauf an, wo es hingeht. für korsika hat es schon mal eine gute stunde gebraucht. aber da musste ich ja auch noch lebensmittel und medi-kit zusammenstellen und einpacken 😉

    korsika hat mich übrigens wirklich überrascht. bringt einem auf neue gedanken:
    http://www.kaffeeersatz.com/2012/08/vive-la-corse-backpacking-durch-korsika.html

    viel spaß und viele grüße,
    stefan

  2. bernd_schwer

    Danke, Stefan! 30 Minuten sind echt sportlich. Selbst wenn ich das schaffe, sind es dann halt die 95 oder 98 Prozent. Und dann geht der Tanz los…

    Deinen schönen Artikel kenne ich schon. :-))

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